7 Fehler, die Ihre Polyneuropathie täglich verschlimmern – und was Sie sofort ändern sollten

7 Fehler, die Ihre Polyneuropathie täglich verschlimmern – und was Sie sofort ändern sollten

Kribbeln, Brennen oder Taubheit in Händen und Füßen?

Wenn sich Ihre Beschwerden bei einer Polyneuropathie einfach nicht bessern, kann das an unbewussten Alltagsfehlern liegen. Viele Betroffene sabotieren – ohne es zu wissen – die Regeneration ihrer Nerven.

In diesem Artikel erfahren Sie die 7 häufigsten Fehler bei Polyneuropathie – und vor allem: konkrete Lösungen, mit denen Sie Ihre Nerven schützen und Symptome lindern können.


Was ist eine Polyneuropathie?

Bei einer Polyneuropathie sind mehrere periphere Nerven gleichzeitig geschädigt. Typische Symptome sind:

  • Kribbeln („Ameisenlaufen“)

  • Brennende Schmerzen

  • Taubheitsgefühl

  • Gangunsicherheit

  • Muskelschwäche

Eine häufige Ursache ist die diabetische Polyneuropathie, aber auch Alkohol, Vitaminmangel, Stoffwechselstörungen, Medikamente oder Umweltgifte kommen infrage.


Die 7 häufigsten Fehler bei Polyneuropathie


Fehler 1: Blutzuckerwerte ignorieren

Gerade bei diabetischer Polyneuropathie ist eine unzureichende Blutzuckerkontrolle der größte Risikofaktor.

Warum ist das problematisch?

Dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte:

  • schädigen direkt die Nervenzellen

  • greifen die kleinen Blutgefäße an

  • verschlechtern die Sauerstoffversorgung der Nerven

Lösung:

  • Regelmäßige Blutzuckermessung

  • Konsequente medikamentöse Einstellung

  • Gewichtsreduktion

  • Kohlenhydratbewusste Ernährung

  • Regelmäßige Bewegung

Merksatz: Gute Blutzuckereinstellung ist Nervenschutz.


Fehler 2: „Nur ein kleiner Schluck“ Alkohol

Alkohol wirkt direkt neurotoxisch – also nervenschädigend. Selbst kleine Mengen können:

  • die Regeneration hemmen

  • Vitamin-B-Speicher reduzieren

  • bestehende Schäden verstärken

Bei alkoholbedingter Polyneuropathie ist Abstinenz zwingend – aber auch bei anderen Formen gilt:

👉 Die sicherste Menge Alkohol bei Polyneuropathie ist: keine.


Fehler 3: Nährstoffarme Ernährung

Viele Betroffene ernähren sich „normal“ – leiden aber unbemerkt an einem Mangel an nervenrelevanten Vitaminen.

Wichtige Nährstoffe für gesunde Nerven:

  • Vitamin B1

  • Vitamin B6

  • Vitamin B12

  • Folsäure

  • Omega-3-Fettsäuren

Wichtig:

Ein Zuviel – insbesondere von Vitamin B6 – kann selbst wieder Nervenschäden verursachen.

👉 Nahrungsergänzung nur nach ärztlicher Kontrolle!

Besser:

  • Viel Gemüse

  • Hochwertige Fette (z. B. Nüsse, Olivenöl)

  • Vollkornprodukte

  • Ausreichend Eiweiß


Fehler 4: Angst vor Bewegung

Viele Patienten vermeiden Bewegung aus Angst vor Schmerzen oder Stürzen. Doch das verschlechtert die Situation.

Bewegungsmangel führt zu:

  • schlechterer Durchblutung

  • Muskelabbau

  • zunehmender Gangunsicherheit

Empfehlenswert:

  • Tägliche Spaziergänge

  • Schwimmen oder Aquagymnastik

  • Gleichgewichtsübungen

  • Gezieltes Muskeltraining

Regelmäßigkeit ist wichtiger als Intensität.


Fehler 5: Übergewicht unterschätzen

Übergewicht ist nicht nur eine kosmetische Frage.

Es:

  • erhöht Entzündungsprozesse

  • verschlechtert die Stoffwechsellage

  • erhöht mechanischen Druck auf Nerven

  • verstärkt diabetische Stoffwechselprobleme

Schon 5–10 % Gewichtsreduktion können metabolisch viel bewirken.

Nachhaltige Strategien:

  • Kaloriendefizit ohne Crash-Diät

  • Kombination aus Ernährung und Bewegung

  • Verhaltensänderung statt kurzfristiger Diät


Fehler 6: Umweltgifte ignorieren

Bestimmte Umweltgifte können Nerven zusätzlich belasten.

Dazu zählen:

  • Pestizide

  • Lösungsmittel

  • Schwermetalle

Praktische Tipps:

  • Wenn möglich Bio-Lebensmittel bevorzugen

  • Beim Renovieren lösungsmittelfreie Produkte verwenden

  • Schutzmaßnahmen bei beruflicher Exposition

Jede zusätzliche Toxinbelastung kann die Nervenregeneration erschweren.


Fehler 7: Rauchen und chronischer Stress

Dieser Fehler wird besonders oft unterschätzt.

Rauchen:

  • Verengt Blutgefäße

  • Verschlechtert Sauerstoffversorgung

  • Verstärkt Nervenschäden

Chronischer Stress:

  • Erhöht Entzündungsmarker

  • Verstärkt Schmerzempfinden

  • Verschlechtert Schlaf

  • Hemmt Regeneration

Lösung:

  • Konsequenter Rauchstopp

  • Stressmanagement (Achtsamkeit, Atemübungen, Entspannungstechniken)

  • Ausreichend Schlaf


Fazit: Sie haben mehr Einfluss, als Sie denken

Polyneuropathie ist keine Erkrankung, der man hilflos ausgeliefert ist.

Sie können aktiv Einfluss nehmen auf:

  • Blutzucker

  • Ernährung

  • Bewegung

  • Gewicht

  • Alkohol- und Nikotinkonsum

  • Stressniveau

Beginnen Sie nicht mit allem auf einmal. Beginnen Sie mit einem einzigen Schritt heute.


Kann sich eine Polyneuropathie zurückbilden?
Je nach Ursache ist eine teilweise Regeneration möglich – speziell wenn auslösende Faktoren frühzeitig beseitigt werden.

Welche Rolle spielt Bewegung bei Polyneuropathie?
Regelmäßige moderate Bewegung verbessert die Durchblutung, stabilisiert den Gang und reduziert Schmerzen.

Sind Vitaminpräparate immer sinnvoll?
Nein. Nur bei nachgewiesenem Mangel und unter ärztlicher Kontrolle.


Wenn Ihnen dieser Artikel geholfen hat, teilen Sie ihn gerne mit anderen Betroffenen.
Bleiben Sie aktiv – Ihr Nervensystem wird es Ihnen danken.


 

 

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