Kostenlose Starter-Kits

Vom Testergebnis zum nächsten sinnvollen Schritt

Zwölf kostenlose Starter-Kits, die Ihr Selbsttest-Ergebnis in konkrete Schritte übersetzen – verständlich erklärt von Dr. Max Tiefenbacher, Facharzt für Neurologie.

Warum Starter-Kits?

Ein Ergebnis allein verändert noch nichts

Ein Selbsttest zeigt Ihnen ungefähr, wo Sie stehen. Danach bleibt häufig eine Frage offen: Was mache ich jetzt mit diesem Ergebnis?

Hier setzen die Starter-Kits an. Jedes Kit gehört zu genau einem Selbsttest und greift dessen Einordnung auf. Statt allgemeiner Ratschläge erhalten Sie praktische Werkzeuge: einen Beobachtungsplan für einige Tage, eine Checkliste, gezielte Fragen.

Das klingt unspektakulär. Gerade das macht es wertvoll: Konkrete Beobachtungen machen ein Arztgespräch deutlich ergiebiger als ein vager Eindruck.

So funktioniert es

In drei Schritten zu Ihrem Starter-Kit

1 · Test wählen

Die Kits sind unten nach Themen sortiert. Jedes Kit gehört zu einem bestimmten Selbsttest.

2 · Fragen beantworten

Meist zehn kurze Fragen, zwei bis drei Minuten. Danach sehen Sie Ihre persönliche Einordnung.

3 · Starter-Kit nutzen

Im Anschluss erhalten Sie Ihr Kit kostenlos und arbeiten in Ihrem eigenen Tempo damit.

Bei akuten Beschwerden: kein Test, sondern sofort die 112

Plötzliche Lähmung oder Taubheit einer Körperseite, hängender Mundwinkel, Sprach- oder Sehstörungen, heftiger Schwindel oder ungewöhnlich starke Kopfschmerzen können Zeichen eines Schlaganfalls sein. Rufen Sie sofort den Notruf 112 – auch wenn die Beschwerden wieder nachlassen.

Zwölf Starter-Kits

Welches Kit passt zu Ihnen?

Ohne Diagnose beginnen Sie am besten bei Vorsorge oder Gewohnheiten, mit Diagnose bei den Alltags-Kits. Die Grenzen sind fließend: Schlaf und Erschöpfung betreffen viele Menschen.

Risiko und Vorsorge

Demenz, Schlaganfall, Parkinson

Alltag und Wohlbefinden

Schlaf, Hirn-Power, Fatigue

Gewohnheiten

Wohlfühlgewicht, Rauchfrei

Leben mit der Diagnose

MS, Epilepsie, Migräne, Fibromyalgie

Risiko und Vorsorge

Vorbeugen, bevor Beschwerden entstehen

Für Menschen ohne entsprechende Diagnose, die wissen möchten, an welchen beeinflussbaren Risikofaktoren sie ansetzen können. Bestehen bereits Beschwerden, ist eine ärztliche Abklärung der richtige erste Schritt.

Selbsttest: Demenz-Risiko-Test

Demenz-Vorsorge-Starter-Kit

Blutdruck, Bewegung, Hören, Stoffwechsel: Das Kit führt Sie durch die beeinflussbaren Faktoren und hilft, sinnvolle Prioritäten zu setzen.

Passender Kurs: Demenz vorbeugen

Selbsttest: Schlaganfall-Risiko-Test

Schlaganfall-Vorsorge-Starter-Kit

Kennen Sie Ihre Blutfettwerte? Viele Menschen nicht. Das Kit macht aus Ihrem Testergebnis einen persönlichen Vorsorge-Fahrplan.

Passender Kurs: Schlaganfall vorbeugen

Selbsttest: Parkinson-Check

Parkinson-Starter-Kit

Zu Parkinson gibt es eher zu viele Informationen als zu wenige. Das Kit ordnet sie und zeigt, was in die neurologische Sprechstunde gehört.

Passender Kurs: Parkinson verstehen

Alltag und Wohlbefinden

Schlaf, Konzentration und Energie

Schlechte Nächte, Vergesslichkeit, anhaltende Erschöpfung: alltäglich, aber oft belastender als gedacht. Diese Kits setzen auf strukturierte Beobachtung über einige Tage statt auf schnelle Tipps.

Selbsttest: Schlaf-Check

Schlaf-Starter-Kit

Früher ins Bett, Handy weglegen, Magnesium? Manchmal hilft das, oft nicht. Das Kit klärt zuerst, was Ihren Schlaf tatsächlich stört.

Passender Kurs: Besser schlafen

Selbsttest: Hirn-Power-Check

Hirn-Power-Starter-Kit

Sieben Tage, fünf Bereiche: Fokus, Bewegung, Schlaf, Lernen und mentale Pausen. Ein überschaubarer Testlauf für Ihren Alltag.

Passender Kurs: Hirn-Power

Selbsttest: Fatigue-Check

Fatigue-Starter-Kit

Wann kommt der Einbruch, was kostet besonders viel Kraft? Das Kit macht Muster sichtbar, die im Tagesablauf leicht untergehen.

Passender Kurs: Fatigue verstehen

Gewohnheiten

Gewohnheiten nachhaltig verändern

Am Wissen scheitert es selten. Häufiger an Routinen, Auslösern und dem Gedanken „Jetzt ist es sowieso egal“. Hier setzen diese beiden Kits an.

Selbsttest: Fit mit Hirn

Wohlfühlgewicht-Starterplan

Keine Diät. Der Starterplan zeigt, welche Stolpersteine bei Ihnen am meisten ins Gewicht fallen: Stress, Gewohnheiten, Umgebung oder Perfektionismus.

Passender Kurs: Fit mit Hirn

Selbsttest: Bereit für den Rauchstopp?

Rauchfrei-Starter-Kit

„Die 7 wichtigsten Schritte vor Ihrem Rauchstopp“: ein konkreter Plan für die Situationen, in denen die Zigarette bisher dazugehörte.

Passender Kurs: Rauchfrei

Leben mit der Diagnose

Mehr Sicherheit im Alltag mit Diagnose

Medikamente sind wichtig. Sie beantworten aber nicht, wie Sie Ihre Energie einteilen oder was Ihr Umfeld im Ernstfall wissen sollte. Für diese Fragen sind die folgenden Kits gedacht – als Ergänzung zu Ihrer Behandlung, nicht als Ersatz.

Selbsttest: Alltag mit MS

MS-Alltag-Starter-Kit

Energie, Bewegung, Stress und Wärme: Das Kit hilft, aus Ihrem Check-Ergebnis konkrete Ansatzpunkte für den Alltag abzuleiten.

Passender Kurs: Leben mit MS

Selbsttest: Alltag mit Epilepsie

Epilepsie-Alltag-Starter-Kit

Darf ich allein schwimmen? Weiß mein Umfeld Bescheid? Praktische Informationen, damit Vorsicht dort greift, wo sie nötig ist.

Passender Kurs: Leben mit Epilepsie

Selbsttest: Migräne im Griff?

Migräne-Starter-Kit

Wie viele Migränetage hatten Sie im letzten Monat? Das Kit setzt auf Dokumentation statt auf immer längere Listen vermeintlicher Auslöser.

Passender Kurs: Leben mit Migräne

Selbsttest: Fibromyalgie im Alltag

Fibromyalgie-Starter-Kit

Das umfangreichste Kit der Reihe: Es betrachtet Schmerz, Schlaf und Energie getrennt und prüft verbreitete Annahmen kritisch.

Passender Kurs: Fibromyalgie verstehen

Wer hinter den Starter-Kits steht

Dr. med. Max Tiefenbacher

Facharzt für Neurologie, Gründer von NeuroWissen.com und des YouTube-Kanals NeuroWissen TV. Sein Anspruch: neurologische Zusammenhänge wissenschaftlich fundiert und verständlich erklären – mit Blick auf den konkreten Alltag der Betroffenen.

Einordnung

Was ein Starter-Kit leisten kann – und was nicht

Kein Kit stellt eine Diagnose. Keines verspricht, eine Erkrankung zu verhindern oder zu heilen – die Studienlage gibt das nicht her. Wer seinen Blutdruck senkt, verringert ein Risiko. Eine Garantie erwirbt er damit nicht.

Hinzu kommt eine methodische Grenze: Selbsttests und Kits beruhen auf Ihren eigenen Angaben. Sie messen nichts. Die Zahlen, auf die sie sich stützen, stammen aus großen Bevölkerungsstudien und sagen über den Einzelfall nur begrenzt etwas aus. Auch Selbstbeobachtung hat Tücken: Nicht jeder Zusammenhang im Tagebuch ist eine Ursache.

Ihr Wert liegt woanders. Strukturierte Beobachtungen machen ein Arztgespräch konkreter und helfen, die eigene Situation besser zu verstehen.

FAQ

Häufige Fragen

Nein. Selbsttests und Starter-Kits sind kostenlos.

Weil es auf Ihre persönliche Einordnung aufbaut. Ein Kit ohne diesen Bezug wäre nur eine weitere allgemeine Tippsammlung.

Ja. Zu jedem Selbsttest gehört ein eigenes Kit. Viele Themen überschneiden sich ohnehin: Schlaf und Erschöpfung spielen etwa bei MS, Parkinson und Fibromyalgie eine Rolle.

Die Kits unter „Leben mit der Diagnose“ sind genau dafür gedacht, ebenso das Fatigue- und das Schlaf-Kit. Die Vorsorge-Kits zu Demenz und Schlaganfall richten sich an Menschen ohne entsprechende Erkrankung.

Die Selbsttests laufen über den externen Dienst involve.me und öffnen sich in einem neuen Fenster. Gesundheitsangaben sind besonders schutzwürdig. Welche Daten verarbeitet werden, erfahren Sie in der Datenschutzerklärung.

Nein. Es soll ihn vorbereiten. Neue, zunehmende oder unklare Beschwerden sollten ärztlich abgeklärt werden.

Ihre Frage ist nicht dabei? Schreiben Sie mir über das Kontaktformular. Eine individuelle medizinische Beratung kann ich darüber nicht anbieten.

Ihr nächster Schritt

Wissen, das Ihr Gehirn stärkt.

Wählen Sie das Thema, das Sie gerade beschäftigt, und beginnen Sie mit einem kurzen Selbsttest.

Hinweis: Selbsttests und Starter-Kits dienen ausschließlich der allgemeinen Gesundheitsinformation und ersten Orientierung. Sie ersetzen keine ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Bei Beschwerden wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, im Notfall an die 112.

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